Neugestaltung des Internetcafés

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Franziska Kocks
Eine Gestaltung von Franziska Kocks im Rahmen des Modul 7 "Projekt in der Farbtechnik und Raumgestaltung".

 

Neugestaltung

des Internetcafés

im Zentrum für

Informations- und

Medienverarbeitung

an der Bergischen

Universität Wuppertal

  

Abstract:


Hochschulen passen sich dem digitalen Zeitalter auf verschiedenste Weise an, so auch die Bergische
Universität Wuppertal. Das Zentrum für Informations- und Medienverarbeitung – kurz ZIM – bietet
hier Studierenden, Dozenten oder, allgemein gesagt, allen Interessierten Hilfe beim Einsatz digitaler
Medien. So liegt es nahe, genau an solch einem Ort auf die wachsende Digitalisierung zu reagieren.
Es besteht nun der Wunsch mit dem ZIM einen Ort zu schaffen, der zeitgemäßes, kreatives Lernen
und digitale Vernetzung ermöglicht sowie Lehr- und Lernprozesse unterstützt. Durch die stark
angestiegene Zahl der Studierenden an der Uni Wuppertal besteht zudem einem Mangel an
öffentlichen Orten zum Arbeiten, Lernen, Kommunizieren und Vernetzen, aber auch Entspannen. Der
2018 geplante Umbau des bisherigen veralteten „Internetcafés“ im ZIM wird als Chance gesehen,
besser auf die Bedürfnisse der Studierenden einzugehen.
 

Im Rahmen einer Projektarbeit erarbeitete ich ein Konzept für die Neugestaltung des bisherigen
Internetcafés. Mir stellte sich die Frage, wie man nun das Bedürfnis des modernen Menschen, nach
Vernetzung und Informationen einerseits und nach Ruhe und Konzentration andererseits, in den
Raum integrieren kann. Das Gestaltungskonzept basiert auf einer räumlichen Analyse, aber vor allem
auf der Nutzungsanforderung, die der Student an den Raum stellt. Detaillierte Konzepte für
Materialien, Formen, Farben, Licht und Mobiliar entstanden, welche dann auf die Anforderungen der
Flexibilität, Funktionalität, dem Corporate Design der Uni und Transparenz überprüft wurden. Hierbei
steht die Integration digitaler Medien im Vordergrund. An dem Ort sollen die Studierenden auf
modernste Technik zurückgreifen können.
 

Der Raum spielt mit den Grenzen zwischen analogem und digitalem Lernen. „Analog“ auch auf die
Raumgestaltung bezogen. Die farbliche und atmosphärische Inszenierung der Materialien fördert die
Sinneswahrnehmungen und das Kommunizieren beim Lernen. Das Konzept betrachtet den
Lernprozess ganzheitlich, indem es den Studierenden am Ort selbst abholt und in die interaktive,
digitale Lernwelt begleitet.
 

Entstanden ist ein Memoryspiel, welches einlädt, spielerisch die Leitgedanken des Konzeptes zu
entdecken. Das hochflexible Spielkartensystem ermöglicht einem, alle Querverbindungen der
Raumgestaltung erfassen zu können und somit die vielschichtigen Ideen zu verstehen und dabei den
Fokus auf die Zielgruppe, den Studierenden nicht zu verlieren. Die Umsetzung des
Gestaltungskonzeptes erfolgt voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres.
 

Das Projekt wurde im Rahmen des studentischen Wettbewerbs "Lehren und Lernen mitgestalten –
Studieren im digitalen Zeitalter" der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI) mit einem
Sonderpreis ausgezeichnet worden. https://dini.de/wettbewerbe/studieren-im-digitalen-zeitalter/