Kölner Straße 127, Ennepetal

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Kira Heringhaus

Ein Konzept von Kira Heringhaus für die Neugestaltung der Fassade der

Kölner Strasse 127 

in Ennepetal

im Rahmen der Modulabschlussprüfung 1 "Darstellen und Gestalten in der Farb- und Raumgestaltung" im Teilbereich "Farb- und Raumgestaltung des Außenraums".

 

Im Rahmen des Kurses "Grundlagen der Farb- und Raumgestaltung des Außenraums" des Moduls FRG 1 „Darstellen und Gestalten in der Farb- und Raumgestaltung“ ist die Aufgabe, eine Konzeption für eine historische Fassade zu entwickeln und diese konzeptuell zu visualisieren.
Als Grundlage dient ein Altbau aus dem Klassizismus, Historismus oder des Jugendstils. Es sollten drei Varianten für eine neue Fassadengestaltung erstellt und eine Finale ausgewählt werden. Die Farben sollten anhand der Systeme RAL oder NCS gewählt und der Entwurf in zweidimensionaler Darstellung visualisiert werden. Somit wird hier die Konzeption der Farbgestaltung präsentiert und die geschichtlichen Hintergründe und Abbildungen rund um die Gestaltung werden aufgezeigt.

 

Konzept

Eine große Rolle bei der farblichen Gestaltung einer Fassade spielt das Umfeld des Gebäudes. 
Wenn man die Häuser auf der gleichen Straßenseite betrachtet, sieht man typische Schiefernhäuser mit grünen Fensterläden und auch Gebäude, die etwa aus der gleichen Zeit stammen wie das Bügeleisenhaus. Am Ende der Häuserreihen steht auf jeder Seite des Gebäudes ein Gebäude in dunklem Rot. Gleichzeitig muss auch der Lichteinfall auf die Fassade berücksichtigt werden, um eine Blendung oder zu dunkle Fassade zu vermeiden.
Aufbauend auf diesen einflussreichen Aspekten wurde versucht, eine Fassadengestaltung zu entwickeln, welche die Architektur der Fassade unterstützt, historische Aspekte mit einfließen lässt und sich in das   anliegende Umfeld ideal eingliedert.
Beim angesprochenen Gebäude bietet es sich an sich in dem Bereich von Rot-, Rosa- und Brauntönen zu bewegen. Außerdem gefällt der Gedanke, dass das Gebäude in der gleichen Farbwelt die Mitte der Straße bildet, wie sie auf jeder Seite abgeschlossen wird.
Eine direkte Zugehörigkeit hat das Gebäude zum nebenstehenden nicht. Das Jugendstilgebäude grenzt sich schon durch seine Architektur vom alten Fachwerkgebäude ab. Eine farbliche Anpassung an dieses ist aufgrund der dunklen Farbigkeit keine Option.
Viel eher soll sich also an den überwiegenden rosa- und rotstichigen Tönen orientiert werden. Um eine Zugehörigkeit zu den anderen Gebäuden zu erzeugen.

 

Finaler Entwurf

Vom dunklen Entwurf wurde abgesehen, weil die Fassade keine guten Möglichkeiten gibt, die Fassade im Hauptton zweifarbig zu halten, und die Fassade somit allgemein zu dunkel würde.
Dadurch, dass das Gebäude an der Spitze der Kreuzung steht und groß hervorragt, bietet es sich genauso wenig an, in der Farbgestaltung zu hell zu werden.
So ist ein finaler Entwurf in den abgestimmten Farbigkeiten von gedeckten, vergrauten Braun-/ Rosatönen entstanden, welcher den Jugendstil aufgreift, die Fassade in Szene setzt, sich in das Umfeld eingliedert und außerdem eine eigenständige Fassade darstellt.